Brienzwiler
Berner Oberland

Die 62 Bürgerinnen und Bürger wählten Daniel Schild an der kürzlichen Gemeindeversammlung zu ihrem neuen Präsidenten. Er ersetzt den nach acht Amtsjahren aus dem Rat austretenden Hans Schild-Stähli. Neu im Gemeinderat nehmen Mariette Egger Gmür und Andreas Zumstein Einsitz. Das Budget für das Jahr 2017 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 77‘000 Franken, dies bei gleichbleibender Steueranlage von 1.84 Einheiten und einer Liegenschaftssteuer von 1.5 Promillen.

Die Brienzwiler Gemeindeversammlung stand ganz im Zeichen von Wahlen und Finanzen. Wie schon länger angekündigt, trat der bisherige Gemeindepräsident Hans Schild nach 8 Amtsjahren nicht mehr zur Wiederwahl an. Ebenfalls verabschiedete sich Schulminister Peter Gmür nach 10 Jahren aus der Brienzwiler Exekutive. Die vom Gemeinderat vorgeschlagenen Ersatzleute waren unbestritten und so gab es an der Versammlung keine weiteren Vorschläge. Mit Applaus wählten die Brienzwiler den bisherigen Gemeinderat Daniel Schild zu ihrem neuen Oberhaupt und auch die Nominationen von Mariette Egger und Andreas Zumstein als neue Gemeinderäte waren unbestritten.

Wie von Finanzverwalter Hans von Bergen zu vernehmen war sind die Gemeindefinanzen nach wie vor im Lot was auch der Finanzplan bestätigt. Gemäss den präsentieren Prognosezahlen wird sich das Eigenkapital bis ins Jahr 2021 kaum verändern und es kann von einer stabilen Finanzlage gesprochen werden. Das Budget für das kommende Jahr rechnet in der Hauptrechnung bei einem Gesamtaufwand von 3.25 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 33‘000 Franken und das Ergebnis beim Gesamthaushalt dürfte mit 77‘000 Franken im Plus liegen. Für das Jahr 2017 rechnet Brienzwiler mit Nettoinvestitionen von 400‘000 Franken, wovon der grosse Teil der Ausgaben die Bereiche Wasser- und Abwasserversorgung betrifft. Da die Reserven in diesen Spezialfinanzierungen relativ gering sind, dürften die Investitionen vor allem beim Wasser wohl kaum ohne Gebührenanpassung möglich sein, so der Mahnfinger des Finanzverwalters.

Der beantragte Kredit von 110‘000 Franken für die Sanierung von Abwasserleitungen im Trassee der Brünigstrasse zwischen Stempfi und Gummli war ebenso unbestritten wie der Antrag des Gemeinderates, die Rechnungsprüfungskommission aufzuheben und das Mandat künftig an die Lüthi Treuhand AG Brienz zu übertragen.

Im Verschiedenen konnte die Versammlung zur Kenntnis nehmen, dass die Arbeiten der amtlichen Vermessung im Wilervorsass termingerecht vorangehen und mit allen Baurechtsnehmern eine einvernehmliche Grenzfestlegung erzielt werden konnte. Wie von Gemeinderat Simon Schild zu erfahren war gehen die Vermessungsarbeiten im nächsten Jahr an der Alp Oltscheren und auf der Burg weiter und mit einer Planauflage sollte im 2018 gerechnet werden können. Somit wäre dann das ganze Gemeindegebiet amtlich vermessen.


Peter Guggisberg, Gemeindeschreiber

Veröffentlicht: 15. Dezember 2016